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Kognitiv-neurologische Mechanismen der Verarbeitung morphologisch komplexer Wörter in der Zweitsprache und deren Implikationen für den Fremdwortschatzunterricht

Yijia Fang ,  

Yuling Wang ,  

摘要

Wie Zweitsprachlernende morphologisch komplexe Wörter (Flexion, Derivation und Komposition) verarbeiten, ist ein zentrales Thema des Zweitspracherwerbs und der Psycholinguistik und steht im Zusammenhang mit Problemen wie Dissoziation von Erkennung und Produktion, langsamer Verarbeitung und Regeltransferfehlern im Fremdsprachenunterricht. Dieser Artikel gibt einen systematischen Überblick über Verhaltens- und neurowissenschaftliche Studien zur Verarbeitung morphologisch komplexer Wörter in der Zweitsprache, mit Fokus auf die Rolle und konditionierte Aktivierung der beiden Mechanismen Ganzwortabruf und Morphemzerlegung/-regelformation. Die bisherigen Befunde unterstützen grundsätzlich die Dual-Route-Theorie: Zweitsprachlernende regulieren dynamisch anhand von Wortfrequenz, Transparenz und Kontext zwischen deklarativem Ganzwortabruf und prozeduraler Regelberechnung. Dieser Mechanismus wird beeinflusst durch Zweitsprachenkompetenz, Mutterspracheigenschaften, Erlernungsalter und Input-Umgebung und zeigt sich in Unterschieden der Automatisierung und neuronalen Effizienz in neuroelektrischen und bildgebenden Hirnindikatoren. Zukünftig sind verstärkte Vergleichsstudien zwischen Sprachen, Längsschnittstudien und Untersuchungen zu Produktion in realen Kontexten notwendig, um eine gestufte Schulung und diagnostische Bewertung im Fremdwortschatzunterricht zu unterstützen.

关键词

morphologische Verarbeitung in der Zweitsprache; Zweitsprachenkompetenz; Muttersprachetransfer; Erlernungsalter

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