Diese Studie bietet eine systematische Übersicht über 32 empirische Untersuchungen zur Anwendung generativer Künstlicher Intelligenz im Fremdsprachenunterricht und analysiert den aktuellen Stand sowie Einflussfaktoren. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz des raschen Wachstums der Forschung in diesem Bereich deutliche Ungleichheiten hinsichtlich Regionen, Bildungsstufen und Anwendungsbereichen bestehen: Die Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf Asien und die Hochschulbildung, wobei die Anwendungen vor allem auf Schreibunterstützung und Sprachmodelle ausgerichtet sind. Die auf der Ökosystemtheorie basierende Analyse zeigt weiterhin, dass die Rolle der künstlichen Intelligenz im Fremdsprachenunterricht komplexe, mehrschichtige und mehrsystemische Wechselwirkungen aufweist, wobei individuelle Merkmale, Unterrichtsgestaltung, technische Bedingungen und kultureller Hintergrund miteinander interagieren und gemeinsam die Anwendungsmethoden und tatsächlichen Effekte beeinflussen. Die Studie zeigt, dass die Integration künstlicher Intelligenz in den Fremdsprachenunterricht nicht nur auf die technische Einführung beschränkt sein darf, sondern systematisch auf individueller Anpassung, pädagogischer Integration, technischer Absicherung und kultureller Reaktion basieren muss, um ein progressives, personalisiertes und nachhaltiges Anwendungsmuster zu entwickeln. Daraus folgt eine mehrdimensionale umfassende Analyse der praktischen und theoretischen Erkundungen generativer künstlicher Intelligenz im Fremdsprachunterricht und bietet Orientierung für deren Anwendung in interkulturellen Kontexten.