Chinas globale Governance-Praxis und der Aufbau eines autonomen Wissenssystems aus der Perspektive der regionalen und länderspezifischen Wissenschaft
Zhai Kun
,
Jiang Shaocheng
,
DOI:
摘要
Vor dem Hintergrund tiefgreifender globaler Veränderungen, die es seit einem Jahrhundert nicht gegeben hat, und einer tiefgreifenden Anpassung des globalen Governance-Systems wird China, geleitet von der Gemeinschaft menschlichen Schicksals und den vier globalen Initiativen, zunehmend zu einem wichtigen Akteur und Spitzenreiter der globalen Governance. Wie auf dieser Grundlage ein eigenständiges Wissenssystem für globale Governance aufgebaut werden kann, ist eine bedeutende Fragestellung für die chinesischen Philosophie- und Sozialwissenschaften. Dieser Artikel nimmt die regionale und länderspezifische Wissenschaft als Kernperspektive und stellt die Frage „Warum und wie ein eigenständiges Wissenssystem für globale Governance im Rahmen der regionalen und länderspezifischen Wissenschaft aufgebaut werden kann“. In den praktischen und institutionellen Strukturen der globalen Governance Chinas gibt es ein praktikables System, das durch die Gemeinschaft menschlichen Schicksals und die vier globalen Initiativen gestützt wird, jedoch besteht weiterhin strukturelle Spannung im Rahmen von Wissen und Handlung. Die regionale und länderspezifische Wissenschaft, als interdisziplinäre Erstsdisziplin, verfügt über die Eigenschaften „Großmachtwissenschaft, interdisziplinäre Wissenschaft, lokale Wissenschaft, praktische Wissenschaft, pädagogische Wissenschaft“, was ihr deutliche wissenschaftliche Vorteile beim Aufbau eines autonomen Wissenssystems für globale Governance verleiht. Der Artikel skizziert den grundlegenden Rahmen und die Förderwege des autonomen Wissenssystems der globalen Governance aus der Perspektive der regionalen und länderspezifischen Wissenschaft, nämlich wie die „doppelte Kombination“ eingehalten werden kann, die Entwicklung des autonomen Wissenssystems vorangetrieben, Forschungsobjekte und -fragen geklärt, das ontologische, erkenntnistheoretische und methodologische Bewusstsein gestärkt, grundlegende Prinzipien extrahiert und Fallstudienerfahrungen integriert werden können.