Tiefgreifende Veränderungen der US-Innenpolitik und deren Spillover-Effekte*
Xie Chen
,
Ren Xiao
,
DOI:
摘要
Tiefgreifende Veränderungen in der US-Innenpolitik gestalten ihr außenstrategisches Verhalten neu und werden zu einer Schlüsselvariable, die den Verlauf der sino-amerikanischen Beziehungen beeinflusst. Dieser Artikel geht von den negativen Auswirkungen der politischen Polarisierung auf die Effizienz der Staatsführung aus und untersucht die strukturellen innenpolitischen Veränderungen in den USA, die durch den Rückgang der Governance-Effizienz und den doppelten Antrieb strategischer Außenwettbewerbe verursacht werden – nämlich die Zentralisierung der Macht der Bundesregierung und die Ausweitung der persönlichen Macht des Präsidenten sowie deren Spillover-Effekte. Diese Spillover-Effekte konzentrieren sich auf den Bereich der US-Politik gegenüber China und deren Beteiligung an der globalen Governance: Auf der Ebene der konkreten US-Strategie gegenüber China wird der Raum für strategischen Konsens eingeschränkt, während die Personalisierung der Macht zu einer zunehmend von administrativer Führung und persönlicher Entscheidungsfindung abhängigen China-Politik führt. Die China-Politik schwankt häufig zwischen Abschreckung, Verhandlung und Sanktionen und zeigt eine hohe Instabilität und transaktionale Charakteristika. Auf einer makroeren Ebene zeigt der strategische Wettbewerb zwischen China und den USA neue Dynamiken: Erstens verlagert sich die Kräfteinteraktion von asymmetrischer Abhängigkeit zu einer strukturellen Neujustierung in Schlüsselbereichen; zweitens breitet sich die sicherheitspolitische Erzählung gegenüber China in den USA auf Bundesstaaten und Gesellschaft aus, wodurch ein mehrschichtiger politischer Konsens entsteht; drittens besteht eine relative Stabilität der Wettbewerbsziele bei hoher Verhaltensvolatilität. Der Artikel argumentiert, dass der zukünftige Wettbewerb zwischen China und den USA nicht nur ein Wettstreit um militärische, technologische und wirtschaftliche Stärke ist, sondern auch ein Rennen um Staatsführungskompetenz und institutionelle Resilienz, dessen Verlauf maßgeblich von den innenpolitischen Entwicklungen beider Länder und Veränderungen in der internationalen Systemstruktur geprägt wird. Gleichzeitig wandelt sich die USA im globalen Governance-System von einem institutionalisierten Führer zu einem transaktional, selektiv und restriktiv agierenden „begrenzten Teilnehmer“.
关键词
US-Politik; US-Politik gegenüber China; strategischer Wettbewerb zwischen China und den USA; globale Governance