【Zusammenfassung】 Inmitten eines seit einem Jahrhundert beispiellosen Wandels ist der kollektive Aufstieg des globalen Südens eine der wichtigen Triebkräfte, die die Entwicklung der zeitgenössischen internationalen Ordnung beeinflussen. Aus der Perspektive der Status-Theorie strebt der globale Süden nach Positions- und Mitgliedsstatus, der aufgrund seiner Fähigkeit, die bestehende internationale Machtstruktur zu verändern, nur schwer von den westlichen Großmächten unterstützt wird. Daher konzentriert er sich auf flexiblere und belastbare Rollensuche. Das Streben des globalen Südens nach Rollenstatus wird von individuellen Staatsinteressen angetrieben und basiert auf der Steigerung der wirtschaftlichen Stärke, was dazu beiträgt, die internationale Ordnung in eine gerechtere und vernünftigere Richtung weiterzuentwickeln. Aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsanforderungen und unterschiedlicher Wahrnehmungen der bestehenden internationalen Ordnung entstanden im globalen Süden verschiedene Typen der Rollensuche, darunter China als initiativer Führer, Indien als kollektiver Führer und ASEAN als kooperativer Treiber. Das Streben des globalen Südens nach Rollenstatus sieht sich jedoch mit dreifachen strukturellen Dilemmata konfrontiert: den Wächtermechanismen der „freien internationalen Ordnung“, dem Machtprisma der westlichen Staaten und dem internen Interessenkonflikt im globalen Süden, was seine Rolle bei der Förderung der Veränderung der zeitgenössischen internationalen Ordnung beeinflusst. Im Vergleich zur Rollensuche Indiens und ASEANs trägt Chinas Streben, ein initiativer Führer zu sein, mehr dazu bei, die Veränderung der zeitgenössischen internationalen Ordnung voranzutreiben. Zukünftig sollte der globale Süden an wirtschaftlicher Entwicklung, kollektiver Solidarität festhalten und westlichen Spaltungsversuchen widerstehen sowie weiterhin wirksame Wege zur Verbesserung seines internationalen Status erforschen, um den Aufbau einer gerechteren und vernünftigeren neuen internationalen politischen und wirtschaftlichen Ordnung zu fördern.