„Bildung“ als eines der zentralen Konzepte im Bereich des modernen deutschen Denkens und der Kultur wurde seit den 1770er Jahren von der deutschen bürgerlichen Intelligenz breit geschätzt. Sein ideeller Gehalt zeichnet sich durch hohe Abstraktheit, Komplexität sowie eine besondere Historizität aus und reflektiert tief die kulturellen Merkmale der deutschen Nation. Begleitend zur Entwicklung des deutschen Nationalstaates hat „Bildung“ auch eigene Auf- und Niedergänge erlebt. Der Artikel untersucht und analysiert hauptsächlich den Begriff „Bildung“ und seinen ideellen Gehalt in verschiedenen historischen Kontexten aus Sicht der Ideengeschichte und Sozialgeschichte.